Smart JSA Bridge

CASE STUDY

JSA Gefährdungsbeurteilung Vorschau: Bohr- und Sprengarbeiten im Tunnelbau

8/11/2026

0. JSA Gefährdungsbeurteilung Vorschau: Bohr- und Sprengarbeiten im Tunnelbau

Nr.ArbeitsschrittGefährdungsfaktorenMaßnahmen zur RisikominderungWahrscheinlichkeitSchweregradRisikostufe
1Vermessung und Markierung des Bohrbildes• Ungeplanter Steinfall von unzureichend beraubten Flächen, der Vermesser trifft
• Kollisions- und Quetschgefahr zwischen schweren Baumaschinen und Fußgängern
• Vor der Markierung zwingend maschinell berauben; Hubarbeitsbühnen (HAB) für Markierungsarbeiten nutzen
• Strenge Sperrzonen für Baumaschinen einrichten und Einweiser (Spotter) einsetzen
248
2Auffahren und Einrichten des Bohrwagens• Anfahr- oder Quetschgefahr für das Bodenpersonal bei der Bewegung des Bohrwagens
• Umkippen der Maschine durch defekte Hydraulik oder unsachgemäße Abstützung
• Einweiser für das Verfahren einsetzen; Rückfahrwarner und Kameras auf Funktion prüfen
• Stützen auf festem Fels positionieren und Hydrauliksystem vor dem Ausfahren auf Lecks kontrollieren
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3Bohrarbeiten an der Ortsbrust• Unerwartete Detonation durch Hineinbohren in "Bohrlochpfeifen" (Versager) der vorherigen Sprengung
• Hohe Belastung durch alveolengängigen Quarzstaub (RCS) und extremen Lärm
• Ortsbrust abwaschen und visuell auf Bohrlochpfeifen prüfen; niemals in alte Bohrlöcher bohren
• Kontinuierliche Bewetterung (Absaugung) betreiben; Gehörschutz und Atemschutz (FFP3) vorschreiben
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4Transport und Laden der Sprengstoffe• Vorzeitige Zündung elektrischer Zünder durch statische Elektrizität, Blitzschlag oder Streuströme
• Detonation durch Fallenlassen oder gewaltsames Hineinpressen in zu enge Bohrlöcher
• Antistatische PSA vorschreiben; Funkgeräte und Handys (HF-Gefahren) im Ladebereich strengstens verbieten
• Nur Ladestöcke aus Holz oder zugelassenem Kunststoff verwenden; Sprengstoff niemals gewaltsam laden
248
5Zündkreisprüfung und Sprengung• Tödliche Verletzungen durch Steinflug und Sprengdruck aufgrund unzureichender Evakuierung
• Versager durch fehlerhafte Verkabelung, was zu sekundären Explosionsgefahren führt
• Sprengsignale (Sirenen) auslösen und 100%ige Evakuierung über den Sicherheitsradius hinaus prüfen
• Der Sprengberechtigte muss den Zündkreis mit einem zugelassenen Zündkreisprüfer messen
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6Bewetterung und Freimessen nach der Sprengung• Vergiftung durch Einatmen von Sprengschwaden (Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx))
• Tödliche Erstickung durch vorzeitiges Betreten eines unzureichend bewetterten Bereichs
• Maschinelle Zwangsbelüftung (Bewetterung) ausreichend lange betreiben, um alle toxischen Gase abzuführen
• Eine sachkundige Person muss die Atmosphäre mit einem Mehrgasmessgerät freimessen
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1. Analyse von Vorfällen auf der Baustelle & Gefährdungsfaktoren


Bohr- und Sprengarbeiten



A. [Fiktives Fallbeispiel] Unerwartete Detonation beim Bohren durch Treffen einer "Bohrlochpfeife" (Versager)


Hinweis: Das Folgende ist ein fiktives Fallbeispiel, das ausschließlich zu Schulungszwecken für die Gefährdungsbeurteilung dient.

Beim Bau eines tiefen Eisenbahntunnels in den bayerischen Alpen führte eine Nachtschicht Bohrarbeiten für den nächsten Sprengabschlag durch. Ein Teil der Ortsbrust enthielt eine sogenannte "Bohrlochpfeife" – den Rest eines Bohrlochs aus der vorherigen Sprengung, das noch nicht detonierten Sprengstoff (Versager) und einen scharfen Zünder enthielt. Um den Zeitplan zu beschleunigen, übersprang das Team das obligatorische Abwaschen der Ortsbrust mit Hochdruckwasser und die visuelle Inspektion. Der Bediener des Bohrwagens begann, die Bohrkronen gemäß dem markierten Bohrbild voranzutreiben.

Als die rotierende Bohrkrone direkt auf den scharfen Zünder traf, der in der Bohrlochpfeife verborgen war, detonierte der Restsprengstoff sofort. Die plötzliche, lokale Explosion an der engen Ortsbrust zerstörte den Bohrarm des Bohrwagens vollständig. Steinflug durchschlug die Glasscheibe der Fahrerkabine und tötete den Bediener sowie einen Vermesser, der in der Nähe die Ausrichtung überprüfte, auf der Stelle. Die Untersuchung durch die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) stellte grobe Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz (SprengG) und die DGUV Vorschrift 38 fest. Dieses fiktive Szenario macht drastisch klar, dass das Abwaschen und die Inspektion der Ortsbrust auf Versager eine absolute, nicht verhandelbare Lebensrettungsmaßnahme ist. Blindes Bohren ohne diese Prüfung gleicht dem Einschlagen auf einen Zünder mit einem Hammer.


B. Strukturelle, mechanische und regulatorische Gefahrenmechanismen


Bohr- und Sprengarbeiten im Untertagebau sind Hochrisiko-Ingenieurprozesse, bei denen enorme chemische Explosionsenergie eingesetzt wird, um Gestein mechanisch zu brechen. Die katastrophalste Gefahr bei diesem Prozess ist die "vorzeitige Detonation" oder das Anbohren von Blindgängern (Versagern / Bohrlochpfeifen). Beim Bohren besteht der primäre physikalische Unfallmechanismus darin, dass die Bohrkrone auf verbliebene Explosivstoffe aus dem vorherigen Abschlag trifft. Um dies zu verhindern, ist das Abwaschen der Ortsbrust und die gründliche Suche nach Resten alter Bohrlöcher eine zwingende Kontrollmaßnahme vor Bohrbeginn.

Während der Ladephase können mikroelektrische Energien wie statische Elektrizität, Blitzschlag oder hochfrequente Streuströme (HF) sensible elektrische Zünder leicht auslösen. Statische Aufladung von der Kleidung der Arbeiter, fehlerhafte Erdung von Maschinen oder sogar die Sendeenergie eines Funkgeräts können einen tödlichen Strom induzieren. Unmittelbar nach einer Sprengung hinterlässt die chemische Reaktion der Sprengstoffe eine hochtoxische Wolke aus Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid und anderen schädlichen Gasen (Sprengschwaden). Das Betreten dieser Zone ohne vorherige maschinelle Bewetterung und quantitative Gasmessung (Freimessen) durch eine sachkundige Person führt unweigerlich zu Massenerstickungen.


🚨 Deutsche gesetzliche Vorschriften & Sicherheitsstandards (SprengG, DGUV & TRGS)

SprengG und SprengTR (Sprengstoffrechtliche Technische Regeln): Verlangen, dass das Laden von Sprengstoffen äußerst sorgfältig und nur mit nicht funkenden Ladestöcken (Holz/Kunststoff) erfolgt. Hochfrequenzsender (Handys, Funkgeräte) müssen zwingend aus dem Sprengbereich verbannt werden.

DGUV Vorschrift 38 (Bauarbeiten - Untertagebau): Verbietet ausdrücklich das Bohren in oder in der Nähe von Bohrlochpfeifen aus vorherigen Sprengungen. Die Ortsbrust muss zwingend abgewaschen und vor dem Bohren auf Versager inspiziert werden.

TRGS 900 (Arbeitsplatzgrenzwerte) & TRGS 559 (Quarzhaltiger Staub): Verpflichten den Arbeitgeber, die Exposition gegenüber toxischen Sprengschwaden (CO, NOx) und alveolengängigem Quarzstaub durch maschinelle Bewetterung und strenge Freimess-Protokolle zu kontrollieren.

DGUV Regel 113-016 (Sprengarbeiten): Schreibt vor, dass alle Sprengarbeiten unter der direkten Leitung eines behördlich zugelassenen Sprengberechtigten stehen müssen, der die alleinige Verantwortung für die Zündung und die anschließende Freigabe hat.



2. Standard-Dateneingabeleitfaden für Smart JSA Bridge


Um sicherzustellen, dass die Plattform Smart JSA Bridge Sicherheitsmaßnahmen generiert, die vollständig den deutschen DGUV-Vorschriften und dem Sprengstoffgesetz entsprechen, geben Sie die folgenden standardisierten Arbeitsschritte in das System ein:

  • [Schritt 1] Vermessung und Markierung des Bohrbildes

    • Detaillierte Beschreibung: Zwingend mechanisches Berauben vor dem Markieren; HAB nutzen; Vermesser durch Einweiser physisch von schweren Baumaschinen trennen.

  • [Schritt 2] Auffahren und Einrichten des Bohrwagens

    • Detaillierte Beschreibung: Einweiser für Fahrbewegungen einsetzen; Rückfahrwarner prüfen; Stützen auf Stabilität und Hydraulik auf Lecks kontrollieren.

  • [Schritt 3] Bohrarbeiten an der Ortsbrust

    • Detaillierte Beschreibung: Ortsbrust abwaschen und visuell auf Versager prüfen; Absaugung (Bewetterung) aktivieren; FFP3-Masken und Gehörschutz vorschreiben.

  • [Schritt 4] Transport und Laden der Sprengstoffe

    • Detaillierte Beschreibung: Antistatische PSA tragen; Funkgeräte/Handys abschalten (HF-Gefahr); nur Holzladestöcke verwenden; Sprengstoff nicht mit Gewalt laden.

  • [Schritt 5] Zündkreisprüfung und Sprengung

    • Detaillierte Beschreibung: Sprengberechtigter testet Zündkreis; Sprengsignale ertönen; 100%ige Evakuierung über den Sicherheitsradius hinaus physisch verifizieren.

  • [Schritt 6] Bewetterung und Freimessen nach der Sprengung

    • Detaillierte Beschreibung: Zwangsbelüftung betreiben; Sachkundiger misst O2 und toxische Gase (CO, NOx), bevor die Freigabe zum Betreten erteilt wird.



3. Empfohlenes finales JSA-Dokument (Datenbankbeispiel)


Nachfolgend finden Sie das finale JSA-Dokument, das basierend auf den automatisierten Systemempfehlungen generiert und an die Standards des Spezialtiefbaus und der Sprengtechnik in Deutschland angepasst wurde:

Nr.ArbeitsschrittGefährdungsfaktorenMaßnahmen zur RisikominderungWahrscheinlichkeitSchweregradRisikostufe
1Vermessung und Markierung des Bohrbildes• Ungeplanter Steinfall von unzureichend beraubten Flächen, der Vermesser trifft
• Kollisions- und Quetschgefahr zwischen schweren Baumaschinen und Fußgängern
• Vor der Markierung zwingend maschinell berauben; Hubarbeitsbühnen (HAB) für Markierungsarbeiten nutzen
• Strenge Sperrzonen für Baumaschinen einrichten und Einweiser (Spotter) einsetzen
248
2Auffahren und Einrichten des Bohrwagens• Anfahr- oder Quetschgefahr für das Bodenpersonal bei der Bewegung des Bohrwagens
• Umkippen der Maschine durch defekte Hydraulik oder unsachgemäße Abstützung
• Einweiser für das Verfahren einsetzen; Rückfahrwarner und Kameras auf Funktion prüfen
• Stützen auf festem Fels positionieren und Hydrauliksystem vor dem Ausfahren auf Lecks kontrollieren
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3Bohrarbeiten an der Ortsbrust• Unerwartete Detonation durch Hineinbohren in "Bohrlochpfeifen" (Versager) der vorherigen Sprengung
• Hohe Belastung durch alveolengängigen Quarzstaub (RCS) und extremen Lärm
• Ortsbrust abwaschen und visuell auf Bohrlochpfeifen prüfen; niemals in alte Bohrlöcher bohren
• Kontinuierliche Bewetterung (Absaugung) betreiben; Gehörschutz und Atemschutz (FFP3) vorschreiben
248
4Transport und Laden der Sprengstoffe• Vorzeitige Zündung elektrischer Zünder durch statische Elektrizität, Blitzschlag oder Streuströme
• Detonation durch Fallenlassen oder gewaltsames Hineinpressen in zu enge Bohrlöcher
• Antistatische PSA vorschreiben; Funkgeräte und Handys (HF-Gefahren) im Ladebereich strengstens verbieten
• Nur Ladestöcke aus Holz oder zugelassenem Kunststoff verwenden; Sprengstoff niemals gewaltsam laden
248
5Zündkreisprüfung und Sprengung• Tödliche Verletzungen durch Steinflug und Sprengdruck aufgrund unzureichender Evakuierung
• Versager durch fehlerhafte Verkabelung, was zu sekundären Explosionsgefahren führt
• Sprengsignale (Sirenen) auslösen und 100%ige Evakuierung über den Sicherheitsradius hinaus prüfen
• Der Sprengberechtigte muss den Zündkreis mit einem zugelassenen Zündkreisprüfer messen
248
6Bewetterung und Freimessen nach der Sprengung• Vergiftung durch Einatmen von Sprengschwaden (Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx))
• Tödliche Erstickung durch vorzeitiges Betreten eines unzureichend bewetterten Bereichs
• Maschinelle Zwangsbelüftung (Bewetterung) ausreichend lange betreiben, um alle toxischen Gase abzuführen
• Eine sachkundige Person muss die Atmosphäre mit einem Mehrgasmessgerät freimessen
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4. JSA-Engineering-Mechanismus für den Tunnelbau: Kontrolle von Sprengstoffen und toxischen Gasen


Bohr- und Sprengarbeiten im Untertagebau sind Operationen mit maximalem Risiko, bei denen nicht nur die explosive Energie der Sprengstoffe direkt gehandhabt wird, sondern auch ständige Bedrohungen durch Gebirgseinbrüche und Gasvergiftungen bestehen. Vage Anweisungen wie "Vorsicht mit dem Sprengstoff" oder "Gas nicht einatmen" sind bei Audits der Berufsgenossenschaft (BG BAU) völlig unzureichend und verhindern keine Massenunfälle unter Tage.

Smart JSA Bridge nutzt einen automatisierten Risikoanalyse-Algorithmus, der auf das deutsche Sprengstoffgesetz (SprengG) und die DGUV Vorschrift 38 kalibriert ist, um umsetzbare, echtzeitfähige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu liefern.

Durch die Eingabe von 6 strukturierten Arbeitsschritten berechnet der Algorithmus die erforderlichen technischen Kontrollen – einschließlich der obligatorischen Wasch- und Inspektionsprotokolle zur Vermeidung des Anbohrens von Versagern, der strikten Sperrzonen für Hochfrequenz- und statische Elektrizität zur Verhinderung vorzeitiger Zündungen, der absoluten Sicherheitsradien für den Schutz des Personals vor Sprengdruck sowie spezifischer Bewetterungszeiten und Freimess-Parameter.

Bauleiter, behördlich zugelassene Sprengberechtigte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa) können diese Parameter mit einem einzigen Klick anpassen, um sie auf spezifische geologische Bedingungen und Sprengladungskonzepte bei deutschen Tunnelbauprojekten abzustimmen.

Optimieren Sie Ihren Workflow für die Sicherheitsdokumentation und wahren Sie gleichzeitig die volle gesetzliche Konformität für hochriskante Sprengarbeiten. Erstellen Sie noch heute Ihre maßgeschneiderte Gefährdungsbeurteilung.

👉 Arbeitsschritte in Smart JSA Bridge eingeben und individuelle JSA erstellen (smartjsabridge.com)

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