8/3/2026
| Nr. | Arbeitsschritt | Gefährdungsfaktoren | Maßnahmen zur Risikominimierung | Wahrscheinlichkeit | Schwere | Risikostufe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Berauben und Reinigen der Ortsbrust | • Ungeplanter Steinfall oder Nachbruch von losem Gestein unmittelbar nach der Sprengung • Getroffenwerden von Personen durch mechanische Beraubemaschinen | • Manuelles Berauben strengstens verbieten; zwingend mechanische Beraubegeräte einsetzen • Strenge Sperrzone an der Ortsbrust einrichten; Fußgänger aus dem Gefahrenbereich fernhalten | 2 | 4 | 8 |
| 2 | Erster Spritzbetonauftrag (Versiegelung) | • Augen- und Gesichtsverletzungen durch mit hoher Geschwindigkeit zurückprallenden Spritzbeton (Rückprall) • Einatmen von alveolengängigem Quarzstaub und Dämpfen der Erstarrungsbeschleuniger | • Robotische/mechanisierte Spritzbetonmanipulatoren vorschreiben; Betreten der Rückprallzone verbieten • Kontinuierliche lokale Absaugung (Bewetterung) betreiben; dicht sitzende Atemschutzmasken (FFP3) vorschreiben | 2 | 3 | 6 |
| 3 | Montage und Aufstellen der Gitterträger/Stahlbögen | • Herabfallende Lasten durch Gleichgewichtsverlust beim Heben und Montieren der schweren Stahlbögen • Quetschgefahr für Hände/Füße beim Positionieren der Bögen in engen Tunnelprofilen | • Spezielle Tunnelbagger/Erectoren verwenden; Zweipunktaufhängung zur Gewährleistung der Balance vorschreiben • Brechstangen und Führungsseile zur Positionierung verwenden; Füße niemals unter die Bögen stellen | 2 | 3 | 6 |
| 4 | Einbau der Baustahlgewebe und zweiter Spritzbeton | • Stich- und Schnittverletzungen durch den Umgang mit scharfen Schnittkanten der Stahlmatten • Getroffenwerden von peitschenden Schläuchen bei Versagen der unter Druck stehenden Kupplungen | • Schwere, schnittfeste Schutzhandschuhe vorschreiben; sicheres Verrödeln aller Mattenüberlappungen sicherstellen • Schlauchfangsicherungen (Whip checks) an allen Druckschlauchverbindungen vor dem Pumpen installieren | 2 | 3 | 6 |
| 5 | Bohren und Setzen der Felsanker (Gebirgsanker) | • Lokaler Steinfall durch Bohrerschütterungen, bevor der primäre Spritzbeton seine Frühfestigkeit erreicht hat • Erfasstwerden oder Getroffenwerden von rotierenden Teilen und Auslegern des Bohrwagens (Bohrjumbos) | • Frühfestigkeit (Druckfestigkeit) des Spritzbetons vor Bohrbeginn zwingend prüfen (Aushärtezeiten einhalten) • Sperrzone um den Bohrwagen durchsetzen; leuchtstarke Beleuchtung für die Sicht des Bedieners installieren | 2 | 4 | 8 |
| 6 | Rückprall-Beseitigung und Gerätereinigung | • Kollisionen zwischen Maschinen und Fußgängern, wenn Radlader den Rückprall von der Sohle räumen • Verätzungen durch Hautkontakt mit stark alkalischem zementhaltigem Abwasser bei der Reinigung | • Einweiser für Radlader einsetzen; Rückfahrwarner und Kameras auf volle Funktionsfähigkeit prüfen • Chemikalienbeständige PSA (Gummistiefel, Stulpenhandschuhe) tragen; Reinigung an ausgewiesenen Waschplätzen | 2 | 3 | 6 |

Hinweis: Das folgende Szenario ist ein hypothetisches Beispiel, das ausschließlich zu Schulungszwecken für die Risikobeurteilung entwickelt wurde.
Beim Bau eines Straßentunnels in den bayerischen Alpen führte eine Tunnelbaukolonne den Vortrieb und die Gebirgssicherung unmittelbar nach einer Sprengung durch. Nach dem mechanischen Berauben trug die Kolonne die erste Schicht Spritzbeton auf, um die Ortsbrust zu versiegeln. Um den Bauzeitplan zu beschleunigen, wies der Bauleiter den Bediener des Bohrwagens an, sofort mit dem Bohren für die Felsanker zu beginnen, noch bevor der primäre Spritzbeton die spezifizierte Frühfestigkeit (Druckfestigkeit) erreicht hatte.
Als sich die starke Schlagvibration des Bohrwagens in das Gebirge übertrug, weiteten sich Mikrorisse in der Firste schnell aus. Der noch nicht ausgehärtete, nasse Spritzbeton verfügte nicht über die nötige Zugfestigkeit, um die sich verschiebenden Gesteinsschichten zu halten. Die Spritzbetonmembran riss auf, und eine massive, 2 Tonnen schwere Gesteinsplatte stürzte in den Arbeitsbereich. Der Felsbrocken zerschmetterte den Ausleger des Bohrwagens und klemmte einen Bohrassistenten, der darunter den Ausrichtungswinkel überprüfte, katastrophal ein, was zu seinem sofortigen Tod führte. Die Untersuchung der Berufsgenossenschaft (BG BAU) wies auf grobe Verstöße gegen die DGUV Vorschrift 38 (Bauarbeiten, Abschnitt Untertagebau) hin. Dieses hypothetische Szenario verdeutlicht eindringlich, dass das Abwarten der Spritzbeton-Frühfestigkeit eine kritische, nicht verhandelbare ingenieurtechnische Kontrollmaßnahme ist, um Spannungs-Umlagerungen zu beherrschen und katastrophale Gebirgseinbrüche im Tunnelbau zu verhindern.
Das Aufbringen von Spritzbeton und die Gebirgssicherung beim Tunnelvortrieb sind hochkritische Vorgänge, die darauf abzielen, ein gewölbeartiges Stützsystem zu schaffen, das das umliegende Gebirge zwingt, sich selbst zu tragen. Unmittelbar nach der Sprengung ist das Gestein aufgrund der Spannungsentlastung sehr instabil, was es anfällig für spontanen Steinfall macht. Der Spritzbeton fungiert als primäre Schutzhaut, die an der Gesteinsoberfläche haftet, Klüfte versiegelt und Spannungskonzentrationen verhindert. Der kritischste sicherheitstechnische Mechanismus hierbei ist die "Frühfestigkeitsentwicklung". Werden schlagende Erschütterungen (wie beim Gebirgsankern) eingeleitet, bevor der Spritzbeton durch chemische Beschleuniger ausreichend ausgehärtet ist, bricht die gesamte Stützkonstruktion, was zu massiven Hohlraumeinbrüchen führt.
Darüber hinaus erzeugt das Hochdruck-Spritzbetonverfahren eine enorme Menge an "Rückprall" – Material, das nicht haftet und mit geschossartiger Geschwindigkeit zurückprallt. Dieser Rückprall stellt eine extreme Gefahr für Augen und Körper dar. Im begrenzten Raum eines Tunnels erzeugt der Prozess zudem hochkonzentrierten alveolengängigen Quarzstaub (RCS) und ätzenden Zementstaub. Ohne eine leistungsstarke maschinelle Belüftung (Bewetterung) und den Einsatz von Robotern drohen den Arbeitern Erstickung, Silikose und Verätzungen. Daher sind mechanisches Berauben, robotergestützter Spritzbetonauftrag und eine kontinuierliche Absaugung (LEV) nach deutschen Arbeitsschutzvorschriften zwingend vorgeschriebene technische Schutzmaßnahmen.
🚨 Deutsche Vorschriften & Normen (ArbSchG, DGUV, TRGS & DIN EN)
DGUV Vorschrift 38 (Bauarbeiten) - Abschnitt Untertagebau: Schreibt vor, dass freigelegte Gebirgsflächen unverzüglich beraubt und gesichert werden müssen. Das Berauben ist von einem sicheren Standplatz aus vorzugsweise maschinell durchzuführen.
TRGS 559 (Quarzhaltiger Staub): Verpflichtet Arbeitgeber, die Exposition der Arbeitnehmer gegenüber alveolengängigem Quarzstaub zu minimieren. Im Tunnelbau (Spritzbetonarbeiten) erfordert dies eine leistungsstarke Bewetterungseinrichtung und die zwingende Verwendung von FFP3-Atemschutzmasken.
DIN EN 14487 (Spritzbeton): Legt die Anforderungen an die Frühfestigkeitsklassen (J1, J2, J3) fest. Bohrarbeiten oder das Einbringen von Ankern dürfen erst erfolgen, wenn die statisch erforderliche Mindestfrühfestigkeit messtechnisch nachgewiesen ist.
BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung): Fordert, dass Arbeitsmittel wie unter hohem Druck stehende Spritzbetonschläuche durch geeignete Schutzeinrichtungen (z.B. Fangseile) gegen Umherschlagen bei Leitungsabriss gesichert sein müssen.
Damit die Plattform Smart JSA Bridge Sicherheitsmaßnahmen generiert, die den Vorgaben der DGUV und der TRGS vollständig entsprechen, geben Sie die folgenden standardisierten Arbeitsschritte in das System ein:
[Schritt 1] Berauben und Reinigen der Ortsbrust
Detaillierte Beschreibung: Personal zu Fuß an der Ortsbrust strikt verbieten; mechanische Beraubegeräte vorschreiben; leuchtstarke Beleuchtung installieren.
[Schritt 2] Erster Spritzbetonauftrag (Versiegelung)
Detaillierte Beschreibung: Spritzroboter einsetzen; strenge Sperrzonen gegen Rückprall durchsetzen; Bewetterung/Absaugung aktivieren; FFP3-Masken vorschreiben.
[Schritt 3] Montage und Aufstellen der Gitterträger/Stahlbögen
Detaillierte Beschreibung: Spezielle Tunnel-Erectoren verwenden; Zweipunktaufhängung durchsetzen; Brechstangen nutzen, um Quetschungen von Händen und Füßen zu vermeiden.
[Schritt 4] Einbau der Baustahlgewebe und zweiter Spritzbeton
Detaillierte Beschreibung: Schnittfeste Handschuhe für die Mattenhandhabung vorschreiben; zertifizierte Schlauchfangsicherungen an allen Druckkupplungen montieren.
[Schritt 5] Bohren und Setzen der Felsanker (Gebirgsanker)
Detaillierte Beschreibung: Frühfestigkeit des Spritzbetons vor dem Bohren messtechnisch nachweisen; Zugang zu den rotierenden Teilen und Auslegern des Bohrwagens sperren.
[Schritt 6] Rückprall-Beseitigung und Gerätereinigung
Detaillierte Beschreibung: Einweiser für Radlader einsetzen; chemikalienbeständige PSA vorschreiben, um alkalische Verätzungen bei der Gerätereinigung zu verhindern.
Nachfolgend finden Sie das finale JSA-Dokument, das auf den automatischen Empfehlungen der Plattform basiert und an die Standards für den Untertagebau und die Gebirgssicherung in Deutschland angepasst wurde:
| Nr. | Arbeitsschritt | Gefährdungsfaktoren | Maßnahmen zur Risikominimierung | Wahrscheinlichkeit | Schwere | Risikostufe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Berauben und Reinigen der Ortsbrust | • Ungeplanter Steinfall oder Nachbruch von losem Gestein unmittelbar nach der Sprengung • Getroffenwerden von Personen durch mechanische Beraubemaschinen | • Manuelles Berauben strengstens verbieten; zwingend mechanische Beraubegeräte einsetzen • Strenge Sperrzone an der Ortsbrust einrichten; Fußgänger aus dem Gefahrenbereich fernhalten | 2 | 4 | 8 |
| 2 | Erster Spritzbetonauftrag (Versiegelung) | • Augen- und Gesichtsverletzungen durch mit hoher Geschwindigkeit zurückprallenden Spritzbeton (Rückprall) • Einatmen von alveolengängigem Quarzstaub und Dämpfen der Erstarrungsbeschleuniger | • Robotische/mechanisierte Spritzbetonmanipulatoren vorschreiben; Betreten der Rückprallzone verbieten • Kontinuierliche lokale Absaugung (Bewetterung) betreiben; dicht sitzende Atemschutzmasken (FFP3) vorschreiben | 2 | 3 | 6 |
| 3 | Montage und Aufstellen der Gitterträger/Stahlbögen | • Herabfallende Lasten durch Gleichgewichtsverlust beim Heben und Montieren der schweren Stahlbögen • Quetschgefahr für Hände/Füße beim Positionieren der Bögen in engen Tunnelprofilen | • Spezielle Tunnelbagger/Erectoren verwenden; Zweipunktaufhängung zur Gewährleistung der Balance vorschreiben • Brechstangen und Führungsseile zur Positionierung verwenden; Füße niemals unter die Bögen stellen | 2 | 3 | 6 |
| 4 | Einbau der Baustahlgewebe und zweiter Spritzbeton | • Stich- und Schnittverletzungen durch den Umgang mit scharfen Schnittkanten der Stahlmatten • Getroffenwerden von peitschenden Schläuchen bei Versagen der unter Druck stehenden Kupplungen | • Schwere, schnittfeste Schutzhandschuhe vorschreiben; sicheres Verrödeln aller Mattenüberlappungen sicherstellen • Schlauchfangsicherungen (Whip checks) an allen Druckschlauchverbindungen vor dem Pumpen installieren | 2 | 3 | 6 |
| 5 | Bohren und Setzen der Felsanker (Gebirgsanker) | • Lokaler Steinfall durch Bohrerschütterungen, bevor der primäre Spritzbeton seine Frühfestigkeit erreicht hat • Erfasstwerden oder Getroffenwerden von rotierenden Teilen und Auslegern des Bohrwagens (Bohrjumbos) | • Frühfestigkeit (Druckfestigkeit) des Spritzbetons vor Bohrbeginn zwingend prüfen (Aushärtezeiten einhalten) • Sperrzone um den Bohrwagen durchsetzen; leuchtstarke Beleuchtung für die Sicht des Bedieners installieren | 2 | 4 | 8 |
| 6 | Rückprall-Beseitigung und Gerätereinigung | • Kollisionen zwischen Maschinen und Fußgängern, wenn Radlader den Rückprall von der Sohle räumen • Verätzungen durch Hautkontakt mit stark alkalischem zementhaltigem Abwasser bei der Reinigung | • Einweiser für Radlader einsetzen; Rückfahrwarner und Kameras auf volle Funktionsfähigkeit prüfen • Chemikalienbeständige PSA (Gummistiefel, Stulpenhandschuhe) tragen; Reinigung an ausgewiesenen Waschplätzen | 2 | 3 | 6 |
Das Aufbringen von Spritzbeton und die Gebirgssicherung sind Arbeiten mit maximalem Risiko, die die strukturelle Integrität des gesamten Hohlraumbaus bestimmen. Vage Anweisungen wie "Vorsicht vor herabfallenden Steinen" oder "Staub nicht einatmen" sind bei Audits der Berufsgenossenschaft (BG BAU) völlig unzureichend und verhindern keine katastrophalen Gebirgseinbrüche im tiefen Tunnelbau.
Smart JSA Bridge nutzt einen automatisierten Risikoanalyse-Algorithmus, der nach den deutschen DGUV Vorschriften, den TRGS 559 und der Norm DIN EN 14487 kalibriert ist, um echtzeitfähige und rechtssichere Schutzmaßnahmen zu generieren.
Durch die Eingabe von 6 strukturierten Arbeitsschritten berechnet der Algorithmus die erforderlichen technischen Kontrollen – einschließlich der strikten Aushärtezeiten vor der Zulassung von Bohrwagen-Erschütterungen, der Routenführung für Roboter zur Vermeidung von Rückpralltreffern, der obligatorischen Bewetterungsvorgaben für die Quarzstaubabsaugung und der Vorgaben für Fangseile an Hochdruckleitungen.
Bauleiter, Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) und Mineure können diese Parameter mit einem Klick anpassen, um sie auf spezifische Gebirgsklassen und statische Sicherungskonzepte bei Tunnelbauprojekten in Deutschland abzustimmen.
Optimieren Sie Ihre Arbeitsschutzdokumentation und gewährleisten Sie gleichzeitig die vollständige gesetzliche Konformität für hochriskante Untertagebauwerke. Erstellen Sie Ihre maßgeschneiderte Risikoanalyse noch heute.
8/3/2026
| Nr. | Arbeitsschritt | Gefährdungsfaktoren | Maßnahmen zur Risikominimierung | Wahrscheinlichkeit | Schwere | Risikostufe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Berauben und Reinigen der Ortsbrust | • Ungeplanter Steinfall oder Nachbruch von losem Gestein unmittelbar nach der Sprengung • Getroffenwerden von Personen durch mechanische Beraubemaschinen | • Manuelles Berauben strengstens verbieten; zwingend mechanische Beraubegeräte einsetzen • Strenge Sperrzone an der Ortsbrust einrichten; Fußgänger aus dem Gefahrenbereich fernhalten | 2 | 4 | 8 |
| 2 | Erster Spritzbetonauftrag (Versiegelung) | • Augen- und Gesichtsverletzungen durch mit hoher Geschwindigkeit zurückprallenden Spritzbeton (Rückprall) • Einatmen von alveolengängigem Quarzstaub und Dämpfen der Erstarrungsbeschleuniger | • Robotische/mechanisierte Spritzbetonmanipulatoren vorschreiben; Betreten der Rückprallzone verbieten • Kontinuierliche lokale Absaugung (Bewetterung) betreiben; dicht sitzende Atemschutzmasken (FFP3) vorschreiben | 2 | 3 | 6 |
| 3 | Montage und Aufstellen der Gitterträger/Stahlbögen | • Herabfallende Lasten durch Gleichgewichtsverlust beim Heben und Montieren der schweren Stahlbögen • Quetschgefahr für Hände/Füße beim Positionieren der Bögen in engen Tunnelprofilen | • Spezielle Tunnelbagger/Erectoren verwenden; Zweipunktaufhängung zur Gewährleistung der Balance vorschreiben • Brechstangen und Führungsseile zur Positionierung verwenden; Füße niemals unter die Bögen stellen | 2 | 3 | 6 |
| 4 | Einbau der Baustahlgewebe und zweiter Spritzbeton | • Stich- und Schnittverletzungen durch den Umgang mit scharfen Schnittkanten der Stahlmatten • Getroffenwerden von peitschenden Schläuchen bei Versagen der unter Druck stehenden Kupplungen | • Schwere, schnittfeste Schutzhandschuhe vorschreiben; sicheres Verrödeln aller Mattenüberlappungen sicherstellen • Schlauchfangsicherungen (Whip checks) an allen Druckschlauchverbindungen vor dem Pumpen installieren | 2 | 3 | 6 |
| 5 | Bohren und Setzen der Felsanker (Gebirgsanker) | • Lokaler Steinfall durch Bohrerschütterungen, bevor der primäre Spritzbeton seine Frühfestigkeit erreicht hat • Erfasstwerden oder Getroffenwerden von rotierenden Teilen und Auslegern des Bohrwagens (Bohrjumbos) | • Frühfestigkeit (Druckfestigkeit) des Spritzbetons vor Bohrbeginn zwingend prüfen (Aushärtezeiten einhalten) • Sperrzone um den Bohrwagen durchsetzen; leuchtstarke Beleuchtung für die Sicht des Bedieners installieren | 2 | 4 | 8 |
| 6 | Rückprall-Beseitigung und Gerätereinigung | • Kollisionen zwischen Maschinen und Fußgängern, wenn Radlader den Rückprall von der Sohle räumen • Verätzungen durch Hautkontakt mit stark alkalischem zementhaltigem Abwasser bei der Reinigung | • Einweiser für Radlader einsetzen; Rückfahrwarner und Kameras auf volle Funktionsfähigkeit prüfen • Chemikalienbeständige PSA (Gummistiefel, Stulpenhandschuhe) tragen; Reinigung an ausgewiesenen Waschplätzen | 2 | 3 | 6 |

Hinweis: Das folgende Szenario ist ein hypothetisches Beispiel, das ausschließlich zu Schulungszwecken für die Risikobeurteilung entwickelt wurde.
Beim Bau eines Straßentunnels in den bayerischen Alpen führte eine Tunnelbaukolonne den Vortrieb und die Gebirgssicherung unmittelbar nach einer Sprengung durch. Nach dem mechanischen Berauben trug die Kolonne die erste Schicht Spritzbeton auf, um die Ortsbrust zu versiegeln. Um den Bauzeitplan zu beschleunigen, wies der Bauleiter den Bediener des Bohrwagens an, sofort mit dem Bohren für die Felsanker zu beginnen, noch bevor der primäre Spritzbeton die spezifizierte Frühfestigkeit (Druckfestigkeit) erreicht hatte.
Als sich die starke Schlagvibration des Bohrwagens in das Gebirge übertrug, weiteten sich Mikrorisse in der Firste schnell aus. Der noch nicht ausgehärtete, nasse Spritzbeton verfügte nicht über die nötige Zugfestigkeit, um die sich verschiebenden Gesteinsschichten zu halten. Die Spritzbetonmembran riss auf, und eine massive, 2 Tonnen schwere Gesteinsplatte stürzte in den Arbeitsbereich. Der Felsbrocken zerschmetterte den Ausleger des Bohrwagens und klemmte einen Bohrassistenten, der darunter den Ausrichtungswinkel überprüfte, katastrophal ein, was zu seinem sofortigen Tod führte. Die Untersuchung der Berufsgenossenschaft (BG BAU) wies auf grobe Verstöße gegen die DGUV Vorschrift 38 (Bauarbeiten, Abschnitt Untertagebau) hin. Dieses hypothetische Szenario verdeutlicht eindringlich, dass das Abwarten der Spritzbeton-Frühfestigkeit eine kritische, nicht verhandelbare ingenieurtechnische Kontrollmaßnahme ist, um Spannungs-Umlagerungen zu beherrschen und katastrophale Gebirgseinbrüche im Tunnelbau zu verhindern.
Das Aufbringen von Spritzbeton und die Gebirgssicherung beim Tunnelvortrieb sind hochkritische Vorgänge, die darauf abzielen, ein gewölbeartiges Stützsystem zu schaffen, das das umliegende Gebirge zwingt, sich selbst zu tragen. Unmittelbar nach der Sprengung ist das Gestein aufgrund der Spannungsentlastung sehr instabil, was es anfällig für spontanen Steinfall macht. Der Spritzbeton fungiert als primäre Schutzhaut, die an der Gesteinsoberfläche haftet, Klüfte versiegelt und Spannungskonzentrationen verhindert. Der kritischste sicherheitstechnische Mechanismus hierbei ist die "Frühfestigkeitsentwicklung". Werden schlagende Erschütterungen (wie beim Gebirgsankern) eingeleitet, bevor der Spritzbeton durch chemische Beschleuniger ausreichend ausgehärtet ist, bricht die gesamte Stützkonstruktion, was zu massiven Hohlraumeinbrüchen führt.
Darüber hinaus erzeugt das Hochdruck-Spritzbetonverfahren eine enorme Menge an "Rückprall" – Material, das nicht haftet und mit geschossartiger Geschwindigkeit zurückprallt. Dieser Rückprall stellt eine extreme Gefahr für Augen und Körper dar. Im begrenzten Raum eines Tunnels erzeugt der Prozess zudem hochkonzentrierten alveolengängigen Quarzstaub (RCS) und ätzenden Zementstaub. Ohne eine leistungsstarke maschinelle Belüftung (Bewetterung) und den Einsatz von Robotern drohen den Arbeitern Erstickung, Silikose und Verätzungen. Daher sind mechanisches Berauben, robotergestützter Spritzbetonauftrag und eine kontinuierliche Absaugung (LEV) nach deutschen Arbeitsschutzvorschriften zwingend vorgeschriebene technische Schutzmaßnahmen.
🚨 Deutsche Vorschriften & Normen (ArbSchG, DGUV, TRGS & DIN EN)
DGUV Vorschrift 38 (Bauarbeiten) - Abschnitt Untertagebau: Schreibt vor, dass freigelegte Gebirgsflächen unverzüglich beraubt und gesichert werden müssen. Das Berauben ist von einem sicheren Standplatz aus vorzugsweise maschinell durchzuführen.
TRGS 559 (Quarzhaltiger Staub): Verpflichtet Arbeitgeber, die Exposition der Arbeitnehmer gegenüber alveolengängigem Quarzstaub zu minimieren. Im Tunnelbau (Spritzbetonarbeiten) erfordert dies eine leistungsstarke Bewetterungseinrichtung und die zwingende Verwendung von FFP3-Atemschutzmasken.
DIN EN 14487 (Spritzbeton): Legt die Anforderungen an die Frühfestigkeitsklassen (J1, J2, J3) fest. Bohrarbeiten oder das Einbringen von Ankern dürfen erst erfolgen, wenn die statisch erforderliche Mindestfrühfestigkeit messtechnisch nachgewiesen ist.
BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung): Fordert, dass Arbeitsmittel wie unter hohem Druck stehende Spritzbetonschläuche durch geeignete Schutzeinrichtungen (z.B. Fangseile) gegen Umherschlagen bei Leitungsabriss gesichert sein müssen.
Damit die Plattform Smart JSA Bridge Sicherheitsmaßnahmen generiert, die den Vorgaben der DGUV und der TRGS vollständig entsprechen, geben Sie die folgenden standardisierten Arbeitsschritte in das System ein:
[Schritt 1] Berauben und Reinigen der Ortsbrust
Detaillierte Beschreibung: Personal zu Fuß an der Ortsbrust strikt verbieten; mechanische Beraubegeräte vorschreiben; leuchtstarke Beleuchtung installieren.
[Schritt 2] Erster Spritzbetonauftrag (Versiegelung)
Detaillierte Beschreibung: Spritzroboter einsetzen; strenge Sperrzonen gegen Rückprall durchsetzen; Bewetterung/Absaugung aktivieren; FFP3-Masken vorschreiben.
[Schritt 3] Montage und Aufstellen der Gitterträger/Stahlbögen
Detaillierte Beschreibung: Spezielle Tunnel-Erectoren verwenden; Zweipunktaufhängung durchsetzen; Brechstangen nutzen, um Quetschungen von Händen und Füßen zu vermeiden.
[Schritt 4] Einbau der Baustahlgewebe und zweiter Spritzbeton
Detaillierte Beschreibung: Schnittfeste Handschuhe für die Mattenhandhabung vorschreiben; zertifizierte Schlauchfangsicherungen an allen Druckkupplungen montieren.
[Schritt 5] Bohren und Setzen der Felsanker (Gebirgsanker)
Detaillierte Beschreibung: Frühfestigkeit des Spritzbetons vor dem Bohren messtechnisch nachweisen; Zugang zu den rotierenden Teilen und Auslegern des Bohrwagens sperren.
[Schritt 6] Rückprall-Beseitigung und Gerätereinigung
Detaillierte Beschreibung: Einweiser für Radlader einsetzen; chemikalienbeständige PSA vorschreiben, um alkalische Verätzungen bei der Gerätereinigung zu verhindern.
Nachfolgend finden Sie das finale JSA-Dokument, das auf den automatischen Empfehlungen der Plattform basiert und an die Standards für den Untertagebau und die Gebirgssicherung in Deutschland angepasst wurde:
| Nr. | Arbeitsschritt | Gefährdungsfaktoren | Maßnahmen zur Risikominimierung | Wahrscheinlichkeit | Schwere | Risikostufe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Berauben und Reinigen der Ortsbrust | • Ungeplanter Steinfall oder Nachbruch von losem Gestein unmittelbar nach der Sprengung • Getroffenwerden von Personen durch mechanische Beraubemaschinen | • Manuelles Berauben strengstens verbieten; zwingend mechanische Beraubegeräte einsetzen • Strenge Sperrzone an der Ortsbrust einrichten; Fußgänger aus dem Gefahrenbereich fernhalten | 2 | 4 | 8 |
| 2 | Erster Spritzbetonauftrag (Versiegelung) | • Augen- und Gesichtsverletzungen durch mit hoher Geschwindigkeit zurückprallenden Spritzbeton (Rückprall) • Einatmen von alveolengängigem Quarzstaub und Dämpfen der Erstarrungsbeschleuniger | • Robotische/mechanisierte Spritzbetonmanipulatoren vorschreiben; Betreten der Rückprallzone verbieten • Kontinuierliche lokale Absaugung (Bewetterung) betreiben; dicht sitzende Atemschutzmasken (FFP3) vorschreiben | 2 | 3 | 6 |
| 3 | Montage und Aufstellen der Gitterträger/Stahlbögen | • Herabfallende Lasten durch Gleichgewichtsverlust beim Heben und Montieren der schweren Stahlbögen • Quetschgefahr für Hände/Füße beim Positionieren der Bögen in engen Tunnelprofilen | • Spezielle Tunnelbagger/Erectoren verwenden; Zweipunktaufhängung zur Gewährleistung der Balance vorschreiben • Brechstangen und Führungsseile zur Positionierung verwenden; Füße niemals unter die Bögen stellen | 2 | 3 | 6 |
| 4 | Einbau der Baustahlgewebe und zweiter Spritzbeton | • Stich- und Schnittverletzungen durch den Umgang mit scharfen Schnittkanten der Stahlmatten • Getroffenwerden von peitschenden Schläuchen bei Versagen der unter Druck stehenden Kupplungen | • Schwere, schnittfeste Schutzhandschuhe vorschreiben; sicheres Verrödeln aller Mattenüberlappungen sicherstellen • Schlauchfangsicherungen (Whip checks) an allen Druckschlauchverbindungen vor dem Pumpen installieren | 2 | 3 | 6 |
| 5 | Bohren und Setzen der Felsanker (Gebirgsanker) | • Lokaler Steinfall durch Bohrerschütterungen, bevor der primäre Spritzbeton seine Frühfestigkeit erreicht hat • Erfasstwerden oder Getroffenwerden von rotierenden Teilen und Auslegern des Bohrwagens (Bohrjumbos) | • Frühfestigkeit (Druckfestigkeit) des Spritzbetons vor Bohrbeginn zwingend prüfen (Aushärtezeiten einhalten) • Sperrzone um den Bohrwagen durchsetzen; leuchtstarke Beleuchtung für die Sicht des Bedieners installieren | 2 | 4 | 8 |
| 6 | Rückprall-Beseitigung und Gerätereinigung | • Kollisionen zwischen Maschinen und Fußgängern, wenn Radlader den Rückprall von der Sohle räumen • Verätzungen durch Hautkontakt mit stark alkalischem zementhaltigem Abwasser bei der Reinigung | • Einweiser für Radlader einsetzen; Rückfahrwarner und Kameras auf volle Funktionsfähigkeit prüfen • Chemikalienbeständige PSA (Gummistiefel, Stulpenhandschuhe) tragen; Reinigung an ausgewiesenen Waschplätzen | 2 | 3 | 6 |
Das Aufbringen von Spritzbeton und die Gebirgssicherung sind Arbeiten mit maximalem Risiko, die die strukturelle Integrität des gesamten Hohlraumbaus bestimmen. Vage Anweisungen wie "Vorsicht vor herabfallenden Steinen" oder "Staub nicht einatmen" sind bei Audits der Berufsgenossenschaft (BG BAU) völlig unzureichend und verhindern keine katastrophalen Gebirgseinbrüche im tiefen Tunnelbau.
Smart JSA Bridge nutzt einen automatisierten Risikoanalyse-Algorithmus, der nach den deutschen DGUV Vorschriften, den TRGS 559 und der Norm DIN EN 14487 kalibriert ist, um echtzeitfähige und rechtssichere Schutzmaßnahmen zu generieren.
Durch die Eingabe von 6 strukturierten Arbeitsschritten berechnet der Algorithmus die erforderlichen technischen Kontrollen – einschließlich der strikten Aushärtezeiten vor der Zulassung von Bohrwagen-Erschütterungen, der Routenführung für Roboter zur Vermeidung von Rückpralltreffern, der obligatorischen Bewetterungsvorgaben für die Quarzstaubabsaugung und der Vorgaben für Fangseile an Hochdruckleitungen.
Bauleiter, Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) und Mineure können diese Parameter mit einem Klick anpassen, um sie auf spezifische Gebirgsklassen und statische Sicherungskonzepte bei Tunnelbauprojekten in Deutschland abzustimmen.
Optimieren Sie Ihre Arbeitsschutzdokumentation und gewährleisten Sie gleichzeitig die vollständige gesetzliche Konformität für hochriskante Untertagebauwerke. Erstellen Sie Ihre maßgeschneiderte Risikoanalyse noch heute.