Smart JSA Bridge

CASE STUDY

JSA-Risikobeurteilung Vorschau: Ramm- und Bohrarbeiten für Gründungspfähle mit einem Ramm- und Bohrgerät

7/22/2026

0. JSA-Risikobeurteilung Vorschau: Ramm- und Bohrarbeiten für Gründungspfähle mit einem Ramm- und Bohrgerät

Nr.ArbeitsschrittGefährdungsfaktorenMaßnahmen zur RisikominimierungWahrscheinlichkeitSchwereRisikostufe
1Anlieferung des Rammgeräts, Montage und Untergrundstabilisierung• Umkippen des Geräts während der Montage durch unzureichende Tragfähigkeit des Untergrunds
• Versagen von Anschlagmitteln oder Herabstürzen von Bauteilen bei der kranunterstützten Mästemontage
• Tragfähigkeitsnachweis der Arbeitsebene (Standplatznachweis) durchführen; Lastverteilungsplatten/Stahlmatten unterlegen
• Anschlagmittel nach DGUV Regel 109-017 prüfen; Tragfähigkeiten einhalten und Schwenkbereich vollständig absperren
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2Leitungserkundung und Einmessen der Bohrpunktpunkte• Beschädigung unterirdischer Versorgungsleitungen (Gas, Strom) durch den Bohrer aufgrund unvollständiger Pläne
• Anfahr- oder Stolpergefahren für Vermesser durch sich bewegende schwere Baumaschinen
• Einholung aktueller Leitungsauskünfte; Ortung mittels Trassensuchgerät und Anlegen von Suchschlitzen in Handarbeit
• Baustellenbereich nach RSA/ZTV-SA sichern; Einweiser einsetzen und Warnwesten der Klasse 3 vorschreiben
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3Schneckenbohren (SOB-Bohren) und Beton-/Verpressinjektion• Erfassen oder Einziehen von Personen durch rotierende Bohrschnecken, Kellystangen oder Seilwinden
• Peitscheneffekt oder Kupplungsversagen bei Hochdruck-Betonleitungen mit Verletzungsfolge
• Schutzgitter und Verriegelungseinrichtungen nach DIN EN 16228 nutzen; eng anliegende Arbeitskleidung tragen
• Peitschenbringer (Whip-Checks), Sicherungsstecker und Schwerlastklammern an Hochdruckschläuchen vor Druckaufbau prüfen
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4Aufnehmen und Einheben von Betonfertigpfählen• Absturz des Pfahls durch Abrutschen der Anschlagmittel, Schäden am Schäkel oder Seilbruch
• Quetsch- und Anstoßgefahren zwischen Ramm mäkler und Pfahl während der Positionierung
• Zertifizierte Pfahlanhebeklemmen, Doppel-Führungsleinen und geprüfte Drahtseile nach DGUV Regel 109-017 verwenden
• Führungsleinen zur Pfahlausrichtung nutzen; Aufenthalt unter schwebenden Lasten oder im Mäklerbereich verbieten
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5Pfahlrammung (Freifall-/Hydraulikbär) und Ausrichtungskontrolle• Wegfliegende Betonabplatzungen am Pfahlkopf oder Anstoßgefahren durch herabstürzende Bärkomponenten
• Instabilität des Rammgeräts und Mäklerkollaps durch starke Erschütterungen beim Rammvorgang
• Pfahlkopf-Dämpfungsblöcke einsetzen; Schutzbrillen, Gesichtsschutz und Schutzhelme für das Bodenpersonal vorschreiben
• Mäklerneigung/Senkrechtrechtigkeit kontinuierlich mit Neigungsmessern überwachen; Setzungskontrolle durchführen
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6Pfahlkopfkappen, Aushubberäumung und Baustellensäuberung• Gefährdung durch weggeschleudertes Bodenmaterial beim Drehen der Bohrschnecke/Bohrgutauswurf
• Quetsch- und Anstoßgefahren beim mechanischen Kappen der Pfahlköpfe und Beim Umgang mit Betonbruch
• Personal beim Freidrehen aus dem Auswurfbereich evakuieren; Absperrungen im Gefahrenbereich einrichten
• Hydraulische Pfahlkopffräsen/-schneider verwenden; Pfahlkopfabschnitte vor dem finalen Trennschnitt anschlagen
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1. Vor-Ort-Vorfall & Gefährdungsanalyse


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A. Beinaheunfall: Umkippen eines Rammgeräts und Pfahlabsturz durch fehlenden Standplatznachweis


Bei einem gewerblichen Gründungsprojekt in Nordrhein-Westfalen sollte ein 60-Tonnen-Rammgerät auf Raupenfahrwerk zum Einrammen von Betonfertigpfählen eingesetzt werden. Nach anhaltenden Regenfällen hatte sich die Tragfähigkeit des Baugrunds erheblich verschlechtert. Das Baustellenteam begann jedoch mit dem Aufrüsten des Geräts und dem Einheben der Pfähle, ohne zuvor einen schriftlichen Standplatznachweis für die Arbeitsebene einzuholen oder Lastverteilungsplatten unter den Raupenketten auszulegen.

Beim Anheben eines 15 Meter langen Betonfertigpfahls und dem Ausrichten am vertikalen Mäkler überschritt das resultierende Kippmoment (Produkt aus Kraft und Länge) die zulässige Bodenpressung unter der rechten Raupenkette. Die rechte Kette sackte plötzlich im aufgeweichten Boden ein, wodurch das Gerät in eine kritische Schräglage geriet. Der angehobene Betonpfahl rutschte aus der Anschlagkonstruktion und stürzte in den Arbeitsbereich. Glücklicherweise hielt sich das Bodenpersonal außerhalb des unmittelbaren Absturzradius auf, sodass Personenschäden verhindert wurden. Am Rammgerät entstand jedoch erheblicher Sachschaden am Mäkler und Ausleger. Die Berufsgenossenschaft BAU leitete Ermittlungen wegen Verstößen gegen die DGUV Vorschrift 38 und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ein.


B. Geotechnische, mechanische und sicherheitstechnische Wirkmechanismen


Ramm- und Spezialtiefbauarbeiten verbinden hohe mechanische Massenkräfte mit bodenmechanischen Instabilitäten. Ramm- und Bohrgeräte besitzen einen sehr hohen Schwerpunkt. Beim Betrieb von Mäklern mit Höhen von über 25 Metern führen bereits geringfügige Setzungen unter den Raupenketten zu exponentiell ansteigenden Kippmomenten, die zum schlagartigen Umstürzen des Geräts führen können.

Beim Schlagrammen oder Schneckenbohren (SOB-Verfahren) induzieren die dynamischen Erschütterungen zyklische Schubspannungen im Boden, welche die Scherfestigkeit von wassergesättigten oder locker gelagerten Böden drastisch herabsetzen. Zudem bergen Hochdruck-Betonförderleitungen beim Ziehen der Bohrschnecke fluiddynamische Gefahren; ein plötzliches Versagen der Kupplung setzt gespeicherte Druckenergie schlagartig frei und führt zu gefährlichen Peitschenbewegungen der Schlauchleitung. Das Anschlagen mehrtonniger Pfähle beansprucht die Drahtseile durch dynamische Stoßkräftekurven. Die Einhaltung erfordert die strikte Anwendung der DGUV Vorschrift 38, die Überprüfung von Standplatznachweisen, die permanente Mäklerkontrolle sowie zertifizierte Anschlagmittel nach DGUV Regel 109-017.


🚨 Deutsche Vorschriften & Normen (DGUV, DIN, BetrSichV & DIN EN 16228)

DIN EN 16228 - Geräte für Bohr- und Gründungsarbeiten (Sicherheit): Schreibt zwingend Schutzeinrichtungen (z. B. Schutzgitter mit Verriegelung) an rotierenden Bohrwerkzeugen vor, um das Erfassen von Personen zu verhindern.

DGUV Vorschrift 38 (Bauarbeiten): Verpflichtet den Unternehmer zur Prüfung der Tragfähigkeit des Untergrunds vor dem Einsatz schwerer Ramm- und Bohrgeräte sowie zur Durchführung von Leitungserkundungen.

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) & TRBS 1203: Schreibt die tägliche Funktions- und Sichtprüfung von Rammgeräten und Anschlagmitteln durch eine befähigte Person vor Beginn der Schicht vor.

DGUV Regel 109-017 (Betreiben von Anschlagmitteln im Hebezeugbetrieb): Regelt die Sicherheitsfaktoren, Prüffristen und Ablegekriterien für Pfahlanhebeklemmen, Anschlagseile und Schäkel im Hebebetrieb.



2. Standard-Dateneingabeanleitung für Smart JSA Bridge


Damit die Plattform Smart JSA Bridge präzise Sicherheitsmaßnahmen gemäß DIN-Normen und DGUV-Vorschriften generiert, geben Sie die folgenden standardisierten Arbeitsschritte in das System ein:

  • [Schritt 1] Anlieferung des Rammgeräts, Montage und Untergrundstabilisierung

    • Detaillierte Beschreibung: Tragfähigkeitsnachweis (Standplatznachweis) erbringen; Stahlmatten/Holzunterlagen auslegen; Montagebereich abgrenzen und Anschlagmittel nach DGUV Regel 109-017 prüfen.

  • [Schritt 2] Leitungserkundung und Einmessen der Bohrpunktpunkte

    • Detaillierte Beschreibung: Leitungsauskunft einholen; Trassenortung durchführen; Suchschlitze in Handarbeit anlegen; Baustellenbereich nach RSA/ZTV-SA sichern und Einweiser einsetzen.

  • [Schritt 3] Schneckenbohren (SOB-Bohren) und Beton-/Verpressinjektion

    • Detaillierte Beschreibung: Schutzgitter nach DIN EN 16228 aktivieren; eng anliegende Kleidung vorschreiben; Betonförderleitung auf Peitschensicherungen (Whip-Checks) und Stecker prüfen.

  • [Schritt 4] Aufnehmen und Einheben von Betonfertigpfählen

    • Detaillierte Beschreibung: Zertifizierte Pfahlanhebeklemmen und Führungsleinen verwenden; Aufenthalt unter schwebenden Lasten und im Mäklerbereich strikt untersagen.

  • [Schritt 5] Pfahlrammung (Freifall-/Hydraulikbär) und Ausrichtungskontrolle

    • Detaillierte Beschreibung: Dämpfungsblöcke am Pfahlkopf einsetzen; Gesichtsschutz und Schutzhelm tragen; Mäklerausrichtung kontinuierlich mit Neigungsmessern überwachen.

  • [Schritt 6] Pfahlkopfkappen, Aushubberäumung und Baustellensäuberung

    • Detaillierte Beschreibung: Personal beim Freidrehen der Bohrschnecke aus dem Gefahrenbereich evakuieren; hydraulische Pfahlkopffräsen einsetzen; Pfahlköpfe vor dem Trennen anschlagen.



3. Empfohlenes finales JSA-Dokument (Datenbank-Beispiel)


Nachfolgend finden Sie das finale JSA-Dokument, das auf den automatischen Empfehlungen der Plattform basiert und an deutsche Baustellenstandards angepasst wurde:

Nr.ArbeitsschrittGefährdungsfaktorenMaßnahmen zur RisikominimierungWahrscheinlichkeitSchwereRisikostufe
1Anlieferung des Rammgeräts, Montage und Untergrundstabilisierung• Umkippen des Geräts während der Montage durch unzureichende Tragfähigkeit des Untergrunds
• Versagen von Anschlagmitteln oder Herabstürzen von Bauteilen bei der kranunterstützten Mästemontage
• Tragfähigkeitsnachweis der Arbeitsebene (Standplatznachweis) durchführen; Lastverteilungsplatten/Stahlmatten unterlegen
• Anschlagmittel nach DGUV Regel 109-017 prüfen; Tragfähigkeiten einhalten und Schwenkbereich vollständig absperren
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2Leitungserkundung und Einmessen der Bohrpunktpunkte• Beschädigung unterirdischer Versorgungsleitungen (Gas, Strom) durch den Bohrer aufgrund unvollständiger Pläne
• Anfahr- oder Stolpergefahren für Vermesser durch sich bewegende schwere Baumaschinen
• Einholung aktueller Leitungsauskünfte; Ortung mittels Trassensuchgerät und Anlegen von Suchschlitzen in Handarbeit
• Baustellenbereich nach RSA/ZTV-SA sichern; Einweiser einsetzen und Warnwesten der Klasse 3 vorschreiben
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3Schneckenbohren (SOB-Bohren) und Beton-/Verpressinjektion• Erfassen oder Einziehen von Personen durch rotierende Bohrschnecken, Kellystangen oder Seilwinden
• Peitscheneffekt oder Kupplungsversagen bei Hochdruck-Betonleitungen mit Verletzungsfolge
• Schutzgitter und Verriegelungseinrichtungen nach DIN EN 16228 nutzen; eng anliegende Arbeitskleidung tragen
• Peitschenbringer (Whip-Checks), Sicherungsstecker und Schwerlastklammern an Hochdruckschläuchen vor Druckaufbau prüfen
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4Aufnehmen und Einheben von Betonfertigpfählen• Absturz des Pfahls durch Abrutschen der Anschlagmittel, Schäden am Schäkel oder Seilbruch
• Quetsch- und Anstoßgefahren zwischen Ramm mäkler und Pfahl während der Positionierung
• Zertifizierte Pfahlanhebeklemmen, Doppel-Führungsleinen und geprüfte Drahtseile nach DGUV Regel 109-017 verwenden
• Führungsleinen zur Pfahlausrichtung nutzen; Aufenthalt unter schwebenden Lasten oder im Mäklerbereich verbieten
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5Pfahlrammung (Freifall-/Hydraulikbär) und Ausrichtungskontrolle• Wegfliegende Betonabplatzungen am Pfahlkopf oder Anstoßgefahren durch herabstürzende Bärkomponenten
• Instabilität des Rammgeräts und Mäklerkollaps durch starke Erschütterungen beim Rammvorgang
• Pfahlkopf-Dämpfungsblöcke einsetzen; Schutzbrillen, Gesichtsschutz und Schutzhelme für das Bodenpersonal vorschreiben
• Mäklerneigung/Senkrechtrechtigkeit kontinuierlich mit Neigungsmessern überwachen; Setzungskontrolle durchführen
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6Pfahlkopfkappen, Aushubberäumung und Baustellensäuberung• Gefährdung durch weggeschleudertes Bodenmaterial beim Drehen der Bohrschnecke/Bohrgutauswurf
• Quetsch- und Anstoßgefahren beim mechanischen Kappen der Pfahlköpfe und Beim Umgang mit Betonbruch
• Personal beim Freidrehen aus dem Auswurfbereich evakuieren; Absperrungen im Gefahrenbereich einrichten
• Hydraulische Pfahlkopffräsen/-schneider verwenden; Pfahlkopfabschnitte vor dem finalen Trennschnitt anschlagen
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4. JSA-Engineering-Mechanismus für Ramm- und Bohrarbeiten: Einsturzsicherung und Klemmschutz


Ramm- und Spezialtiefbauarbeiten zur Gründung von Bauwerken erfordern strikte technische Schutzmaßnahmen und die vollständige Einhaltung der deutschen Arbeitsschutzgesetze, um das Umstürzen von Großgeräten, das Abstürzen von Betonpfählen und Einzugsunfälle an rotierenden Bohrwerkzeugen zu verhindern. Pauschale Aussagen wie „Vorsichtig rammen“ reichen nicht aus, um den Vorgaben der BG BAU oder der Gewerbeaufsicht zu genügen.

Smart JSA Bridge nutzt einen automatisierten Risikoanalyse-Algorithmus, der auf DIN EN 16228, DGUV Vorschrift 38, BetrSichV und DGUV Regel 109-017 abgestimmt ist, um praxistaugliche Sicherheitsmaßnahmen in Echtzeit zu generieren.

Durch die Eingabe von 6 strukturierten Arbeitsschritten berechnet das System die erforderlichen Schutzmaßnahmen – einschließlich der Standplatznachweise für Rammgeräte, der Schutzgittervorgaben nach DIN EN 16228, der Sicherungsfaktoren für Pfahlanhebeklemmen sowie der Schlauchsicherungen bei Hochdruckinjektionen.

Bauleiter, Sicherheitsingenieure und Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) können diese Parameter mit einem Klick an die spezifischen Boden- und Pfahlspezifikationen vor Ort anpassen.

Optimieren Sie Ihre Arbeitsschutzdokumentation und erstellen Sie rechtssichere Gefährdungsbeurteilungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauprojekte. Erstellen Sie Ihre maßgeschneiderte Risikoanalyse noch heute.

👉 Arbeitsschritte auf Smart JSA Bridge eingeben und individuelle Gefährdungsbeurteilung erstellen (smartjsabridge.com)

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